Impfstoffe Immuntherapie u. intratumorale Impfstoffe

Impfstoffe Immuntherapie u. intratumorale Impfstoffe

Impfstoffe (Vakzine) zur Aktivierung des Immunsystems u. diverse Injektionen direkt in den Tumor

Herstellung einer immunstimulierenden «Impfung», welche sich spezifisch gegen das Sarkoid
eines individuellen Pferdes richtet (sog. autologe Vakzine). Dabei sollte das Immunsystem so
stimuliert werden, dass dieses die Tumore selbst bekämpft. 

Zylexis (ehemals Baypamun)

Zur Prophylaxe, Metaphylaxe und Therapie von Infektionskrankheiten sowie Verhinderung stressinduzierter Krankheiten bei Pferden durch Stimulierung und Steigerung der körpereigenen, erregerunspezifischen Abwehrkräfte (Paramunisierung).  Die Applikation erfolgt intramuskulär. Nach der Applikation kann an der Injektionsstelle in seltenen Fällen eine Schwellung auftreten, die in kurzer Zeit wieder resorbiert wird.

Packungsbeilage
Zylexis® ad us. vet.

Immunmodulator für Hunde, Katzen, Pferde, Rinder und Schweine. Stimulation der nicht spezifischen Immunmechanismen. Als Unterstützung in der Vorbeugung und Behandlung von infektiösen und/oder Stress-induzierten Erkrankungen z. B. Herpes-Virus-Infektionen oder Crowding-assoziierten respiratorischen Erkrankungen).

Zusammensetzung
1 ml des resuspendierten Produktes enthält:
Inaktiviertes Parapoxvirus ovis,
Stamm D 1701 min. 230 Einh. IFN*
Polygeline ca. 25 mg
Aqua ad injectionem ad 1 ml
* Interferon Einheiten im Wirksamkeitstest bestimmt
Eine Dosis des resuspendierten Produktes für Hunde und Katzen ist 1 ml.
Eine Dosis des resuspendierten Produktes für Pferde, Rinder und Schweine ist 2 ml.
Kultursystem: Bovine Nierenzelllinie

Fachinformationen Wirkstoffe / Inhaltsstoffe (CliniPharm)
Indikationen
Zur Unterstützung bei der Vorbeugung und Behandlung von infektiösen und/oder Stress induzierten Erkrankungen, durch Stimulierung der Proliferation von Lymphozyten bei Hund, Katze, Pferd, Rind und Schwein sowie der Induktion von antiviralen Interferonen und Interleukinen (z.B. IL-6, IL-12, TNF-α) in den Lymphozyten bei Hund, Pferd, Rind und Schwein.
In Rindern und Pferden konnte am Beispiel der respiratorischen Herpes-Virus-Infektionen eine Reduktion der klinischen Symptomatik und der Virusausscheidung gezeigt werden. Bei der Katze wurde am Beispiel der respiratorischen Calici-Virus-Infektion eine Reduktion der klinischen Symptomatik gezeigt.
Eine Reduktion der klinischen Symptomatik wurde beim Hund, Rind und Pferd bei Crowdingassoziierten, respiratorischen Erkrankungen und beim Schwein bei Crowding-assoziierten, enteralen Erkrankungen (PWDS) nachgewiesen.

Die Stimulierung der nicht spezifischen Immunmechanismen beginnt rasch, innerhalb weniger Stunden bis zu 2 Tagen. Die Dauer der Wirkung ist ungefähr 10 Tage bis 14 Tage nach der letzten Injektion.
Das Produkt ist besonders hilfreich bei multifaktoriellen Infektionskrankheiten und/oder wenn der Infektionsdruck erhöht ist.

Dosierung / Anwendung
Die Dosis für Hunde und Katzen ist 1 ml des resuspendierten Produktes, unabhängig vom Alter und Gewicht des Tieres.
Die Dosis für Pferde, Rinder und Schweine ist 2 ml des resuspendierten Produktes, unabhängig vom Alter und Gewicht des Tieres.

Art und Ort der Anwendung
Die Dosis für Hunde und Katzen ist 1 ml des resuspendierten Produktes, unabhängig vom Alter und Gewicht des Tieres.
Die Dosis für Pferde, Rinder und Schweine ist 2 ml des resuspendierten Produktes, unabhängig vom Alter und Gewicht des Tieres.

Zur subkutanen Injektion bei Hunden und Katzen.
Zur intramuskulären Injektion bei Pferden, Rindern und Schweinen.

Rekonstutition des Produktes
Die Trockensubstanz sollte erst direkt vor Gebrauch unter aseptischen Bedingungen resuspendiert werden.
Zur Resuspension von 1 ml oder 2 ml Äquivalent der gefriergetrockneten Zubereitung (Trockensubstanz) wird das gesamte Volumen des entsprechenden Suspensionsmittels in die Flasche mit der Trockensubstanz überführt.
Zur Resuspension von 10 ml bis 50 ml Äquivalent gefriergetrockneter Zubereitung (Trockensubstanz) werden 2 – 4 ml des entsprechenden Suspensionsmittels in die Flasche mit der Trockensubstanz überführt. Die Flasche wird geschüttelt, um das Lyophilisat komplett zu resuspendieren. Die resuspendierte Lösung wird komplett in die Flasche mit dem restlichen Suspensionsmittel übertragen.
Die Flasche mit dem gelösten Produkt wird vor der Injektion nochmals geschüttelt

Anwendungsschema (Dauer der Anwendung)
Drei Injektionen je einer Dosis werden für jedes Tier empfohlen als Unterstützung in der Vorbeugung von infektiösen und/oder Stress-induzierten Erkrankungen. Das Schema für die Applikationen kann in Abhängigkeit vom erwarteten Verlauf einer Infektion oder dem Auftreten eines Stresses variieren:

a) Falls das erwartete Auftreten des Hauptinfektionsdruckes innerhalb einer Woche nach der ersten Injektion liegt, sollten die 3 Dosen in 48-Stunden-Intervallen (Tag 0, Tag 2 und Tag 4) gegeben werden.

b) Falls der Hauptinfektionsdruck innerhalb von 14 Tagen nach der ersten Applikation erwartet wird, sollten die zwei ersten Injektionen im Abstand von 48 Stunden (Tag 0 und Tag 2) gegeben werden. Die 3. Injektion sollte in diesem Fall am Tag 9 verabreicht werden

Als Unterstützung bei der Vorbeugung von Stress-induzierten Erkrankungen wird die erste Dosis vorzugsweise 3 bis 1 Tag/e vor der möglichen Infektion oder dem erwarteten Stress-Ereignis verabreicht. Die zwei weiteren Injektionen werden im 48 Stunden-Intervall gegeben.
Im Falle von akuten Ausbrüchen infektiöser Erkrankungen sollten so schnell als möglich alle Tiere, die unter Infektionsrisiko stehen, und alle gesunden Tiere in einem Stall behandelt werden.

Anwendungseinschränkungen
Gegenanzeigen
Keine bekannt.

Unerwünschte Wirkungen
Pharmacovigilance: Meldung erstatten
An der Injektionsstelle kann eine vorübergehende Schwellung bis zu ca. 2 cm Durchmesser auftreten, die sich innerhalb von 14 Tagen zurückbildet.

Absetzfristen
Null Tage

Wechselwirkungen
Die Anwendung von immunosuppressiven veterinärmedizinischen Produkten, z.B. Kortikosteroiden, innerhalb 7 Tagen vor und nach der Injektion von Zylexis® kann die Stimulierung der nicht spezifischen Abwehr beeinflussen.

Sonstige Hinweise
Besondere Lagerungshinweise
Bei +2°C bis +8°C (Kühlschrank) lagern, vor Frost, Hitze und Licht schützen.

Haltbarkeit
Nicht angebrochene Behältnisse können bis zum Verwendbarkeitsdatum, das auf dem Etikett und der Verpackung aufgedruckt ist, verwendet werden, wenn sie gemäss der Vorschriften gelagert wurden.

Angebrochene Behältnisse
Nach Anbruch sollte der gesamte Inhalt des Behältnisses unverzüglich verbraucht werden. Nur falls das Produkt aseptisch aus dem angebrochenen Behältnis entnommen wurde und danach die Flasche wieder bei +2°C bis +8°C gelagert wurde, kann der resuspendierte Inhalt innerhalb eines Arbeitstages (8 Stunden) aufgebraucht werden.

Verschreibungspflichtig! Ad usum veterinarium.
Für Kinder unzugänglich aufbewahren

 

Studien zur Wirksamkeit von Zylexis
hier ein kleiner Ausschnitt

2.4.9.3 Zylexis®
Bei Zylexis® handelt es sich um einen nicht immunisierenden, paraspezifischen Impfstoff aus
attenuiertem und inaktiviertem Parapoxvirus ovis (Stamm D 1701). Für die immunstimulierende
Wirkung sind Strukturproteine in der Virushülle verantwortlich.
Unter Paramunität versteht man die natürliche oder medikamentöse Steigerung der
angeborenen Abwehrbereitschaft eines Körpers für kurze Zeit. Zylexis® wirkt durch eine
Bildung und Freisetzung von Zytokinen, wie beispielsweise IF-alpha und beta, IL-1, -2 und –
12. Des Weiteren werden die ?natürlichen Killerzellen? aktiviert, die Lymphozyten-
Proliferation stimuliert und die Phagozytose-Aktivität gesteigert (THEIN et al. 1980, 1981).
Zylexis® wird nach Anweisung des Herstellers dazu verwendet, bei der Prophylaxe und
Behandlung von Infektionen und stress-induzierter Erkrankungen zu unterstützen. Dazu
zählen beispielsweise Transporte, enger Kontakt mit Artgenossen, körperliche Anstrengung
und Unruhe, Infektionskrankheiten sowie chirurgische Eingriffe und Klinikaufenthalte.
Zur Prophylaxe bei erwarteter Stressbelastung oder hohem Infektionsdruck wird Zylexis®
jeweils vier Tage und zwei Tage vor dem erwarteten Stressor angewendet. Für Pferde liegt
laut Herstellerangaben die intramuskulär zu applizierende Menge bei 2 ml. Die Wirkungsdauer
nach einmaliger Gabe soll ca. 10 bis 14 Tage betragen. Entgegen dieser Herstellermeinung
stellte RUSH (2001) fest, dass die immunstimulierende Aktivität nach Applikation
eines inaktivierten Parapox-ovis-Präparates maximal 8 Tage anhält. Es liegen nur wenige Studien zur Wirksamkeit von dem Zylexis® -Vorgänger Baypamun® (Fa.Bayer) mit Pferden vor. Das in dieser Studie verwendete Zylexis® ist lediglich ein neuer Produktname, der seit dem Übergang der Lizenz auf die Firma Pfizer eingeführt wurde.
In einer klinischen, Plazebo-kontrollierten Blindstudie mit zwischen vier und zehn Monate
alten Pferden, die dem Stress von Absetzen, Transport und Neugruppierung ausgesetzt
wurden, konnten signifikant bessere klinische Parameter (milderer Verlauf, weniger
purulenter Nasenausfluss) bei den Tieren der Baypamun®-Gruppe festgestellt werden. In
dieser Studie injizierte man den Pferden dreimal (am Tag 0, 2 und 9) jeweils 2 ml Baypamun®
bzw. Plazebo intramuskulär. Tag 0 war der Tag, an dem die Pferde in einem neuen Stall
gemeinsam eingestallt wurden (ZIEBELL et al. 1997).

 Quelle: http://edoc.ub.uni-muenchen.de/7533/1/May_Anna.pdf

Regressin-V früher Equimune IV

Hersteller: Bioniche Tiergesundheit/Mycobacterium Cell Wall Fraction Immunstimulans

Wirkstoff (e): Die Mykobakterien haben seit vielen Jahren eine Antitumoraktivität. REGRESSIN ® -V ist eine Emulsion von Zellwandfraktionen, die modifiziert wurden, um ihre toxische und allergische Wirkung zu verringern, aber ihre Antitumoraktivität behalten. REGRESSIN ® -V stimuliert die Aktivierung von Makrophagen und thymischen Lymphozyten, die Tumorzellen abtöten. REGRESSIN ® -V enthält Procainhydrochlorid 0,2% Gew./Vol. (Welches lokale analgetische Eigenschaften aufweist) und grüne Spurfarbstofflösung 0,1% Gew./Vol. (Was die Infiltration der injizierten Tumormasse oder -fläche anzeigt).

Regressin-V Indikationen
REGRESSIN ® -V wird für die Immuntherapie von gemischten Mammatumoren und Mammaadenokarzinomen bei Hunden und Pferde-Sarkoid bei Pferden empfohlen. Obwohl REGRESSIN ® -V durch intratumorale Injektion verabreicht wird, ist die Reaktion verallgemeinert, und unbehandelte Stellen unterliegen häufig einer Regression. Die Prognose sollte bei fortgeschrittenen malignen Erkrankungen mit Metastasen geschützt werden, da Remissionen seltener sind. Remissionen können nicht garantiert werden, da jeder Tumor in seiner Antwort variieren wird.

Dosierung und Anwendung
REGRESSIN ® -V wird nur intratumoral injiziert . Der gesamte Tumor und eine kleine Region von benachbartem und unterliegendem Gewebe müssen gründlich infiltriert werden, wobei nicht mehr als eine 20-Gauge-Nadel verwendet wird. Eine Injektion ohne sorgfältige Infiltration des Tumors ist möglicherweise nicht wirksam. Es ist wichtig, die Emulsion gründlich zu mischen und den Tumor so schnell wie möglich zu injizieren, da sich die Emulsion schon bald nach dem Mischen auflösen kann. Das Tumorgewebe kann sehr fest sein und übermäßiger Druck auf den Spritzenkolben kann erforderlich sein, um den Tumor zu infiltrieren. Die Injektion kann bei manchen Tieren Schmerzen verursachen; Anästhetika oder zusätzliche Analgetika können verwendet werden. Die Dosierung variiert mit der Tumorgröße, aber 1 ml sollte als Mindestdosis betrachtet werden.

Pferde: Pferde-Sarkoid reagiert sehr gut auf eine Immuntherapie mit Mycobacterium-Zellwandfraktionen. 5 Große, gestielte Sarkoide sollten vor der Therapie durch partielle Exzision entkräftet werden. REGRESSIN ® -V ist unbedenklich für trächtige Stuten. Die Behandlung sollte alle 1 bis 3 Wochen wiederholt werden. Tumore, die nach vier (4) Behandlungen nicht ansprechen, sollten als therapierefraktär betrachtet und die Therapie abgesetzt werden. 94% der behandelten Pferde waren zwei 2 Jahre später tumorfrei. Individuelle Dosen reichen von 1 bis 60 ml (durchschnittlich etwa 10 ml). Die durchschnittliche kumulative Dosis beträgt etwa 10 ml.

Kontraindikation (en): Die Immuntherapie ist bei Tieren, die gleichzeitig immunsuppressive Therapien erhalten, möglicherweise nicht wirksam. Vermeiden Sie die Verwendung von Kortikosteroiden oder ACTH, wo immer möglich.

Vorsichtsmaßnahmen: Bei 2-7 ° C im Kühlschrank lagern, aber nicht einfrieren. Die Emulsion trennt sich beim Stehen. Resuspendieren durch Schütteln oder Drehen der Ampulle zwischen den Händen, bis die Emulsion ein homogenes „milchiges“ Aussehen hat. Falls erforderlich, kann REGRESSIN ® -V auf 65 ° C erhitzt werden, um die Suspension zu erleichtern.

Vorsicht: Die entzündliche Reaktion mit Ödemen und Unwohlsein ist gelegentlich nach der Erstbehandlung schwerwiegend. Die Therapie sollte unterbrochen werden, bis die Reaktion abgeklungen ist. Dieses Produkt enthält Procainhydrochlorid und sollte nicht innerhalb von 96 Stunden nach dem Wettkampf bei Leistungspferden verwendet werden.

Warnung: Nicht bei zur Lebensmittelerzeugung genutzten Tieren verwenden.

Nebenwirkungen
Mildes Fieber, Schläfrigkeit und eine erhöhte Stoffwechselrate, die zu einem verminderten Appetit führen, können nach einer REGRESSIN ® -V-Injektion für ein bis zwei Tage auftreten . Dies sind alles normale Reaktionen auf die Freisetzung von Zytokinen. 1,2,3 Eine erhöhte Körpertemperatur erhöht die Immunfunktion durch Stimulation der Lymphozytenaktivität, 2und sollte daher nicht als eine nachteilige Nebenwirkung betrachtet werden. Eine lokale Entzündung, die empfindlich auf Berührung reagiert, tritt ziemlich häufig auf, ist aber für den Patienten normalerweise nicht störend. Eine Nekrose mit Vereiterung kann bei regressiven Tumoren auftreten, und Kunden sollten darüber informiert werden, dass der Tumor für mehrere Wochen ablaufen kann. Tumore können mit einer sterilen Spritze und Nadel abgesaugt werden, um die Drainage zu verhindern. Wenn sich eine Drainage entwickelt, kann sie oft durch Adstringentien wie Silbernitrat und blutstillende Pulver gestoppt werden.

Auf Anfrage erhältlich.
Präsentation: 10-ml-Fläschchen.
NAC-Nr .: 11070051

BIONICHE TIERGESUNDHEIT USA, INC.
1551 JENNINGS MILL RD., SUITE 3200A, BOGART, GA, 30622
Telefon: 706-549-4503
Bestellpult: 888-549-4503
Fax: 706-548-0659
Webseite: www.bionicheanimalhealth.com
Email: vet.usa@bioniche.com

Preis:
1ml kostet um die 30€

BCG Vakzine auch unter PRO Vaccine bekannt

Der BCG (Bacillus Calmette-Guerin) Impfstoff ist eine aktive Immunisierung gegen Tuberkulose. Die lokale Injektion von BCG kann ebenfalls zur Immunstimulation führen.
Wichtig ist das Einhalten von spezifischen Injektionsintervallen. Bei dieser Therapie ist
besondere Vorsicht in Bezug auf allergische Reaktionen geboten. Besitzer sollten daher im
Voraus ausführlich darüber Informiert werden und der Tierarzt sollte auf allfällige
Nebenwirkungen vorbereitet sein. Die Therapie ist besonders bei nodulären Sarkoiden
erfolgversprechend.

Er wird direkt in das Sarkoid gespritzt, 1ml pro Walnussgröße
4 mal Intratumorale Applikation der Vakzine am 1., 14., 35. und 56. Tag
Tumorregression: Abbruch der Therapie
Zeigt Tumor immer noch Wachstum => mehr als 4 Applikationen
Während der ersten 1-3 Tage oft auftreten von Fieber, kombiniert mit Appetitlosigkeit

Aufgrund der starken Nebenwirkungen der BCG Impfung, die letztendlich wieder das Immunsystem massivst belasten, würde ich die Behandlung nicht empfehlen. Die Pferde reagieren meist mit massiven Schwellungen und Kreislaufproblemen.

FALLBERICHT: PERIOKULÄRE SARKOID BEIM PFERD
Auszug aus: ➡ http://www.vetcontact.com/de/art.php?a=2313&t=Bei einer elfjährigen Warmblutstute wurde ein periokuläres noduläres Sarkoid im Bereich von Ober- und Unterlid diagnostiziert. Mittels CT konnte die Ausdehnung des Tumors bestimmt werden.Er wurde unter Allgemeinanästhesie entfernt und im Bereich der betroffenen periokulären Gebiete wurde intraläsional Bacillus of Calmette and Guerin (BCG) injiziert. Hierzu wurde eine Emulsion zellwandfreier Fraktionen eingesetzt, die modifiziert wurden, um den toxischen und allergisierenden Effekt zu vermindern, die Anti-Tumor-Aktivität jedoch zu erhalten. Insgesamt wurden 5 Injektionen in zweiwöchigem Abstand verabreicht.Bei der Kontrolle 7 Monate nach der letzten BCG-Injektion war der Tumor komplett verschwunden. Auch zwei Jahre nach der letzten Injektion war die Stute immer noch tumorfrei.
Quelle: Komáromy, András M., Andrew, Stacy E., Brooks, Dennis E., Detrisac, Carol J. & Gelatt, Kirk N. (2004): Periocular sarcoid in a horse. In: Veterinary Ophthalmology 7 (3), 141-146.

Vakzine aus autologem Tumormaterial

Tumorvakzine

Eine Impfung gegen Tumore bedeutet, eine Immunreaktion gegen körpereigene Antigene auszulösen. Da dies nicht ohne weiteres möglich ist, muß die Vakzine in einer immunogenen Form verabreicht werden.Die Herstellung einer solchen Vakzine erfolgt durch die Entnahme von Tumorzellen aus Sarkoiden des zu therapierenden Pferdes. Sie werden hergestellt aus lebenden, attenuierten (d. h. in ihrer Virulenz abgeschwächten) bzw. inaktivierten Krankheitserregern oder aus inaktivierten (entgifteten) Toxinen oder aus Teilstücken der Oberflächenstruktur von Erregern.

Hierzu entnimmt der TA eine Probe des Sarkoides, entweder wird eine kleine Warze abgezwickt und in Kochsalzlösung gelegt oder formalinfixiert und an ein Labor geschickt. Meist wird im Zuge einer Operation ein großes Stück des Tumors zur Herstellung der Vakzine verwendet. Die entnommenen Zellen werden aufgearbeitet (getötet) und wieder ins Pferd injiziert. Anschließend sollten die Sarkoide vom eigenen Immunsystem bekämpft werden und sich allmählich zurückbilden. Der Therapieerfolg ist meist gering und kann je nach Typ und Grösse der Sarkoide unterschiedlich ausfallen.

Die Vakzine werden in der Regel 20x alle 4 Tage subkutan gespritzt.

DC Vakzine- dentrische Zellen

Dendritische Zellen lassen sich aus Blutzellen im Labor in größerer Zahl herstellen und dann mit körpereigenen Tumorzellen stimulieren. Aus diesen Zellen wird danach ein zellulärer Impfstoff hergestellt, welcher das Immunsystem speziell gegen den Tumor aktivieren kann. Die durch die Tumorzellen geschulten dendritischen Zellen werden zur Impfung (durch Injektion in die Haut) in den Körper Ihres Tieres zurückgegeben. Über Blut- und Lymphbahnen gelangen die dendritischen Zellen zum Einen in die Lymphknoten, um dort eine Immunantwort in Gang zu setzen und zum Anderen erreichen die Zellen andere Orte, an denen sich metastasierte Tumorzellen befinden und können diese eventuell zerstören. Wie auch bei anderen Impfungen wird man diese in Abständen von einigen Wochen wiederholen. Ihrem Tier wird dann zu jeder Impfung unter Sedation Blut entnommen (je nach Tier Größe 4-100 ml), aus dem innerhalb von sieben Tagen dendritische Zellen hergestellt werden. Die Blutentnahme und die nach sieben Tagen erfolgende Impfung werden zunächst zweimal durchgeführt.

Bei manchen Patienten ist kein körpereigenes Tumorgewebe vorhanden, so dass die oben angeführte Stimulation der dendritischen Zellen mit Tumorzellen nicht erfolgen kann. Die dann ohne diese Zellen durchgeführten Behandlungen haben jedoch gezeigt, dass die erzeugten dendritischen Zellen ebenfalls eine spezifische Immunantwort hervorrufen können.

Belastungen und Nebenwirkungen der Behandlung sind sehr selten. Mögliche Abwehrreaktionen im Sinne einer Allergie, Autoimmunreaktion oder andere auftretende Beschwerden im Rahmen dieser Behandlung sind bisher nicht bekannt, sollten aber sofort Ihrem betreuenden Tierarzt mitgeteilt werden. Da wir Ihr Tier sowohl zur Blutentnahme als auch bei Gabe der Vakzine eventuell sedieren müssen, ist zu Beginn der Behandlung eine gründliche Allgemeinuntersuchung erforderlich.

Aus dem entnommenen Blut werden im Labor bestimmte Blutzellen gewonnen, die anschließend innerhalb von einer Woche zu dendritischen Zellen ?herangezüchtet? und auf den Tumor eingestellt werden. Diese Zellen werden anschließend dem sedierten Tier im Bereich des entfernten Tumors intracutan (das heißt in die Haut!) injiziert. Die Zellen stimulieren in den folgenden Tagen eine Immunantwort, die sich gegen rezidivierte bzw. metastasierte Tumorzellen richtet. Im Abstand von fünf Wochen erfolgen zwei weitere Behandlungen, bei denen jeweils eine erneute Blutentnahme notwendig ist.

Kontakt Dr. Thomas Grammel
Schillerstraße 17-19
37520 Osterode
Tel.: 05522/90060
Fax.: 05522/900620
E-Mail: info@dr-grammel.de
Webmaster: admin@dr-grammel.de
https://www.petbiocell.de/pferde

BPV-CLVP Impfstoff

An der Entstehung des equinen Sarkoids ist eine Infektion mit BPV 1 oder dem nahe verwandten Typ 2 ursächlich beteiligt. Wie beim Zervix-Karzinom der Frau liegt zwischen der Papillomvirus-Infektion und der Tumorentstehung ein langer Zeitraum. In beiden Fällen ist diese nicht mit der Bildung infektiöser Viruspartikel verbunden. In Zusammenarbeit mit der Chirurgischen Tierklinik der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg werden Pferde mit Sarkoiden mit BPV 1-CVLPs zum Studium der von ihnen ausgelösten Immunantwort immunisiert. In modellhafter Weise kann so geprüft werden, ob CVLPs für die Immuntherapie natürlicher Papillomvirus – induzierter Tumore geeignet sind. Ein Impfstoff zur Behandlung von Sarkoiden bei Pferden kann ein weiteres Ergebnis dieses Vorhabens sein.

Impfung von 12 Pferden mit BPV-CLVP Impfstoffen gegen den BPV Virus
Die Pferde wurden mehrmals in einem Zeitraum von 8 Monaten geimpft und beobachtet. Die Studie wurde von der Uni Leipzig und dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg durchgeführt.

 

Veränderungen an den Sarkoiden im Verlauf der ersten 63 Tage nach der Erstvorstellung:
Bei den zwölf mit BPV 1-CVLPs immunisierten Pferden konnten in den ersten 63 Tagen bereits Effekte an den Sarkoiden beobachtet werden. Die Beobachtungen 64 ergaben sich aus den ermittelten Besitzerangaben sowie aus eigenen Beobachtungen beim Vorstellungstermin. Während bei fünf der zwölf Tiere sich die Anzahl der Zubildungen in diesem Zeitraum nicht veränderte, ergaben sich bei sieben Pferden Veränderungen hinsichtlich der Anzahl der Sarkoide. Bei sechs Tieren konnte eine Abnahme der Gesamtanzahl der Zubildungen festgestellt werden, bei einem Tier (Pferd J) wurde die Zunahme der Gesamtanzahl der Neubildungen (von 14 auf 16) festgestellt. Die sechs Tiere (Pferde B, E, F, H, I, L), bei denen eine Ab-nahme der Tumoranzahl beobachtet wurde, hatten zwischen ein und fünf Tumoren weniger als zu Beginn der Studie. Unabhängig von der Änderung der Gesamtanzahl der Sarkoide wurde bei vier Pferden (D, E, F, L) ein Wachstum der bereits vorhandenen Sarkoide beobachtet. Bei zwei Pferden (Pferde A und C) hatte es makroskopisch den Anschein, als würden die vorhandenen Sarkoide eintrocknen.

Weitere Veränderungen an den Sarkoiden vom Tag 63 bis zur dritten Immunisierung:
Für eine dritten Immunisierung standen acht (B, C, F, G, H, I, J, K) der vormals zwölf Pferde nochmals zur Verfügung. Bei diesen Tieren wurden zum Zeitpunkt der dritten Immunisierung erneut die Veränderungen, die sich in diesen mindestens 154 Tagen gezeigt hatten, dokumentiert. Das Pferd F wurde im Zustand post operationem vorgestellt und wird deshalb gesondert besprochen. Von den übrigen sieben Pferden hatte sich bei einem Tier keinerlei Veränderung ergeben (G), bei einem anderen (H) kam es zu einem Rezidiv an bereits abgefallenen Sarkoiden, ansonsten ergaben sich bei diesem Tier auch keinerlei weitere Veränderungen. Drei (B, C, I) der sieben Pferde zeigten einen Verlust an Tumoren, wobei bei einem dieser Tiere (C) an anderen Stellen gleichzeitig neue Tumoren entstanden waren und die verbliebenen makroskopisch als ?eingetrocknet? zu beschreiben waren. Bei den zwei verbleibenden Pferden (J, K) konnte das Wachstum neuer Zubildungen beobachtet werden.

Entwicklung der Sarkoide nach der dritten Immunisierung bis zum erneuten Vorstellungstermin mehr als 84 Tage später:
Sieben der acht erneut immunisierten Patienten (B, C, F, G, H, I, K) konnten ca. drei Monate später noch einmal untersucht werden. Zusätzlich wurde eine Stute (Pferd A), die an der dritten Immunisierung auf grund ihrer Trächtigkeit nicht teilnehmen konnte, nochmals vorgestellt. Bei dieser Stute waren zwar alle dokumentierten Sarkoide noch vorhanden, diese sahen edoch ?eingetrocknet? aus. Das Pferd F im Zustand post operationem wird gesondert abgehandelt. Bei den 65 restlichen sechs vorgestellten Pferden waren in vier Fällen (B, G, H, I) sämtliche bei den letzten Vorstellungsterminen festgestellten Sarkoide noch vorhanden, es waren jedoch keine neuen hinzugekommen. Bei den restlichen zwei Tieren wurde ein Verlust von Sarkoiden beobachtet.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich bei zwei Tieren keinerlei Veränderungen zeigten. Tumorregressionen konnten bei drei Tieren beobachtet werden. Bei einem dieser drei Tiere traten jedoch wieder Rezidive auf. Zwei Tiere zeigten eine 66 Regression einiger Sarkoide, es trat aber eine Neubildung von Sarkoiden auf. Bei drei Tieren konnte zwar eine Tumorregression beobachtet werden, es kam je-doch auch zum Wachstum anderer bereits vorhandener Sarkoide. Bei einem Tier wurde das Wachstum vorhandener Sarkoide beobachtet, bei einem weiteren kamen neue Sarkoide hinzu (grafische Zusammenfassung siehe Anhang B). Bei den beiden letztgenannten Tieren wurden darüberhinaus keine weiteren Veränderungen festgestellt.

http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/7970

an nachfolgenden Studien hatten auch einige Pferde im Jahre 2008 aus unserem Forum teilgenommen, allerdings wurde das ganze dann eingestellt, da sich keine einheitliche Aussage über die Wirksamkeit des Impfstoffes stellen lies.

Intratumorale Formalininjektion

Formalin greift nicht nur den Tumor an, sondern alles umliegende Gewebe und wird daher nur in größere Tumore gespritzt um diese soweit zu verkleinern, das sie nicht mehr stören oder bestenfalls von innen heraus zerstört werden und abfallen. Funktioniert aber nur bei kugeliegen, gestielten Sarkoiden und oft kommen diese vermehrt nach. Eine Überlegung wäre dann die restlichen Tumorzellen mit Bloodrootpasten zu Behandeln.

Die Behandlung eines progressiven Siebbeinhämatoms bei einem Mecklenburger
Wallach durch transendoskopische intratumorale Injektion von Formalinlösung

Auszug:
Ein Mecklenburger Wallach mit einem einseitigen progressiven Siebbeinhämatom wurde durch mehrfache intratumorale Injektionen von 4%iger Formaldehydlösung behandelt. Die Injektionen wurden am stehenden sedierten Pferd durch transnasalen Zugang unter endoskopischer Kontrolle durchgeführt. Es kam nach wiederholten Injektionen zur Regression der Zubildung.

Eine Rezidivierung der Veränderung 11 Monate nach der letzten Behandlung ist bekannt. Vergleichend werden verschiedene Behandlungsmöglichkeiten und deren Vor- und Nachteile sowie
mögliche Risiken diskutiert.

Winnie Dreschel https://vetline.de/18182405/150/3230/71141?id=18182405&p=dpt_2007_12_0988.pdf

Therapeutische DNA Impfstoffe für das Pferd